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Facebook und Instagram bald ohne Werbung?

Zumindest wird diese Idee vom Meta-Konzern gerade auf den Weg gebracht. Diese Ankündigung ist jedoch trügerisch, denn natürlich werden die Netzwerke nicht gänzlich auf werbliche Inhalte verzichten, sondern Meta ermöglicht Followern diese Funktion nur gegen eine monatliche Zahlung.

Die Kehrtwende von Meta

Bislang hatte der Konzern kostenpflichtige Abos immer abgelehnt. Wie kommt es nun also zur Erwägung von Zahl-Abos?

Die Ablehnung kostenpflichtiger Abos hat Meta bislang immer damit begründet, dass seine Dienste für alle nutzbar sein sollen. Doch veränderte Datenschutz-Regeln in Europa, zwingen den Facebook-Mutterkonzern zum Umdenken. Was bedeutet, dass für die Verwendung von Nutzerdaten zur Ausspielung personalisierter Werbung, die Erlaubnis des Nutzers notwendig ist. Zudem werden Regularien hinsichtlich des Datenaustauschs unter den verschiedenen Diensten strikter durchgesetzt. Es dürfen also unter dem Dach des Konzerns nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Nutzer deren Daten kombiniert werden.

Die Hoffnung liegt auf der Einführung der Abo-Modelle, da Meta davon ausgeht, dass mittels der werbefreien Version Bedenken der Regulierenden eingedämmt werden können.

Das mögliche Abo-Modell

Ein Abonnement für Facebook soll laut Angaben von Meta mindestens 10 Euro monatlich kosten. Wer dann zudem noch Dienste wie Instagram nutzt, soll hierfür nochmal zusätzlich zahlen. Für einen verknüpften Account, also beispielsweise für die Nutzung von Facebook und Instagram, wären es dann für die werbefreie Nutzung 6 Euro zusätzlich.

Für die Smartphone Nutzung sollen die Preise des Abos sogar höher sein. Somit würde sich Meta von seinen Nutzern die Abgabe bezahlen lassen, die Apple und Google als Betreiber der App-Stores vom Kaufpreis einbehalten.

Die zu überwindenden Hürden

Unklar ist aktuell noch, ob Meta seinen Plan in Europa tatsächlich durchsetzen kann. Die Behörden in Brüssel müssen den Vorschlag akzeptieren. Und auch der europäische Meta-Sitz in Irland muss dem Abo-Modell zustimmen.

Die Meinung des Experten

René Mezger
Geschäftsführer der mmedien GmbH

Wir haben uns über die Ankündigung von Meta mit unserem Geschäftsführer und Online-Marketingexperten René Mezger unterhalten.

René, was denkst du über die Ankündigung zur Neuerung des Konzerns?

„Diskussionen über so Etwas gibt es schon, seitdem es soziale Medien gibt. Ich persönlich glaube nicht, dass ein Abo-Modell von Meta kommt. Auch Meta weiß, dass dies einem Selbstmord gleichkommt. Wer ist bereit für Facebook und Instagram 16 Euro monatlich zu bezahlen? Das ist in meinen Augen vollkommen absurd und wäre teurer als Netflix und RTL+ zusammen. Die überwiegende Mehrheit der Nutzer würde verloren gehen.“

Es ist fragwürdig, wie viele in Europa wirklich bereit sind für eine Social Media Plattform zu zahlen. Gerade weil konkurrierende Anbieter wie TikTok und Snapchat seit Markteinführung kostenlos angeboten werden.

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